Meereszonen



Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ)

In Bezug auf seine maximal 200sm breite (Art. 57 SRÜ) ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ, exclusive economic zone), die nicht zum Staats- bzw. Hoheitsgebiet des Küstenstaats gehört, sind dem Küstenstaat so genannte funktional beschränkte Hoheitsrechte [1] zugewiesen. Mit Proklamation vom 25.11.1995 [2] hat die Bundesrepublik Deutschland in Nord- und Ostsee eine ausschließliche Wirtschaftszone errichtet. In der Nordsee deckt sich die seewärtige Grenze der bundesdeutschen AWZ grundsätzlich mit der des deutschen Festlandsockels. In der westlichen Ostsee verbleiben örtlich für die Abmessung der bundesdeutschen AWZ – aufgrund der Nähe zu Dänemark – gerade 2sm seewärts der Grenze des deutschen Küstenmeeres [3].

Im „Funktionshoheitsraum“ [4] AWZ hat der Küstenstaat im Einzelnen:


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Quellen:
[1] L. Gündling: Die 200 Seemeilen Wirtschaftszone, Berlin u.a. 1983, S. 119.
[2] BGBl. 1994 II S. 3770.
[3] Lagoni (Fn. 2), S. 259.
[4] W. Graf Vitzthum: Raum und Umwelt im Völkerrecht, in: ders. (Hrsg.): Völkerrecht, 2. Aufl., Berlin, New York 2001, S. 379 (390).
[5] C. Gloria: Internationales öffentliches Seerecht, in: K. Ipsen, Völkerrecht, 4. Aufl., München 1999, S. 710 (745).
[6] Gloria (Fn. 8), S. 746.
[7] BGBl. 1964 II S. 104.
[8] Lagoni (Fn. 2), S. 257 f.